Geschichte

In diesem Bereich wird die Geschichte der Ortsgemeinde Gondershausen dargestellt.

Die Geschichte in der Zeitlinie:

1000-400 v. Chr.

Hallstattzeit. Erste Spuren der Besiedelung (Erkenntnis aus Hügelgräbern in Schorfeld, Steinmelt, Lampenheck und Scheidwald).

400-100 v. Chr.

La-Téne Zeit. Gefäße und Eisenwaren in den jüngeren Hügelgräbern gefunden.

50 v. Chr.

Großer Einfluss des Römischen Imperiums. Erste Wasserleitungen; Bau mit Ziegelsteinen. Erste Berührung mit dem Christentum.

367 n. Chr.

Erste Notiz aus v. Stramberg: Rheinischer Antiquarius "Römische Reiter kamen über Guntershusin und fanden in einem Tale einige Hütten, Pichenbach genannt."

400–600 n. Chr.

Christianisierung

893 n. Chr.

Schenkung von Gütern König Arnulfs an die Benediktinerabtei St.Maxim (Trier). Gondershausen ist zwar nicht namentlich erwähnt, doch es befindet sich eine Radierung in der Urkunde.

13. Juni 897

Bestätigung der Schenkung König Arnulfs durch seinen Sohn Zwentibold. Erste urkundliche Erwähnung von „Guntereshusen“ wobei „Gunter“ ein Eigenname ist und „husen“ die fränkische Bezeichnung für eine auf der Höhe gelegene Siedlung.

900-1084

Entstehung der Pfarrei Gondershausen

4. Oktober 1084

Restitution Gondershausens an das Kloster St.Maxim, nachdem ein gewisser „Luitoldus“ es zu Unrecht besessen hat.

1153

Erster bekannter Pfarrer von Gondershausen namens „Corardus“.

1200

St. Maxim macht seine Ansprüche auf Gondershausen nicht mehr geltend und der Ort geht in den Besitz der Pfalzgrafen über.

11.-12. Jh.

Bau der ältesten bekannten romanischen Kirche in Gondershausen.

12. Jh.

Bau der alten Burg Waldeck (wahrscheinlich Baubeginn 1121) und der Burg Schöneck. Die Burgherren hatten Einfluss und Rechte im gesamten Umland

7. Mai 1285

„Guntirshusen“ geht in den Besitz von Conrat zu Schonecke über, nachdem die Landherren zu Waldeck und Schöneck ihre Besitztümer neu aufteilen.

13. Jh.

Zahlreiche Stiftungen der Pfarrkirche Gondershausen die noch 1847 erwähnt werden.

1332

Stiftung des Raubritters Heinrich von Waldeck, genannt von Renneberg. Der Pfarrer von Gondershausen soll laut Testament 15 Denare, die Kirche 2 Mark erhalten haben.

1387

Erste Erwähnung Emmelshausens in Verbindung mit Liesenfeld und Gondershausen.

1399

Wynant von Waldeck erhält die Vogtei Gondershausen.

1400

Peter von Schöneck wird als Lehnsherr zu Gondershausen erwähnt, ebenso 1462 Cuno von Schöneck.

1410

Testament des Königs Ruprecht von der Pfalz, wonach Gondershausen, das bisher rein pfälzisch war, in Zukunft Pfalz-Simmern Gemeingut sein soll.

1411

Gründung des Amtes Waldeck durch Kurfürst Ludwig von der Pfalz. Zum Amt gehören Obergondershausen, Niedergondershausen, Mermuth und Liesenfeld.

1443

Erste Erwähnung der St. Antonius Kirche in Niedergondershausen (sie stand im Kirchweg).

1466

St. Servatius zum ersten mal als Pfarrpatron nachgewiesen (altes Gerichtssiegel von Gondershausen).

1508

Georg von Schöneck, der letzte seines Geschlechtes, vermacht dem Pfarrer von Gondershausen Jagd- und Fischrecht. Dafür sollen heilige Messen gehalten werden.

1794

Einmarsch der französischen Revolutionstruppen. Auflösung der mittelalterlichen Ordnung.

1797

Abschaffung vom „Zehnten“ und anderer Abgaben. Leibeigenschaft ist kaum noch vorhanden.

1810

Schulneubau in Obergondershausen.

1812

Napoleon hebt auf dem Hunsrück Soldaten aus. Errichtung des Kosakenkreuzes in Niedergondershausen.

1901

Bau einer befestigten Straße nach Beulich.

1908

Bau der Hunsrückbahn Simmern-Boppard für 7 Millionen Mark und Einbau der Kirchenfenster im Schiff der Pfarrkirche.

1914–1918

Erster Weltkrieg. Kriegsopfer:
Obergondersh. 17
Niedergondersh. 28

Nach dem Krieg Verschwinden der Mühlen, Aufkommen erster Motorfahrzeuge.

1921

Anschluss an die Strom-Überlandleitung. Die ersten Haushalte erhalten elektrisches Licht. Das erste "Postauto" (heute: Bus) fährt vom Bahnhof Halsenbach bis nach Beulich.

1925

Großbrand in Niedergondershausen. Mehrere Scheunen werden zerstört und Häuser beschädigt.

1928

Erste Häuser erhalten Anschluss an das "Gruppenwasserwerk Gondershausen, Beulich, Morshausen". Der Dorfbrunnen hat damit ausgedient.

1938

Eine Dorfbeleuchtung wird in Niedergondershausen installiert.

1939-1945

Zweiter Weltkrieg. Kriegsopfer: Obergondersh.: 36 (+5 Vermisste), Niedergondersh.: 46 (+10 Vermisste).

1945-1948

Die Nachkriegszeit ist für viele Menschen eine sehr schwere Zeit. Den Gondershausener Bauern geht es verhältmäßig gut, da erzeugte Labensmittel mit Leuten aus der Stadt gegen Güter getauscht werden konnten.
Die Landwirtschaft wird noch maßgeblich von den Frauen geführt, da sich viele Männer noch in Kriegsgefangenschaft befinden.

1955

Die Schönstattschwestern errichten eine Marienkapelle im Wald zwischen Gondershausen und Mermuth.

Die Kriegerdenkmäler in Ober- und Niedergondershausen werden gebaut und im Folgejahr eingeweiht.

1959

Die noch heute bestehende Schule wird nebst Lehrerdienstwohnhaus fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben.

1961

Die Flurbereinigung ist abgeschlossen und die neuen Flurpläne wurden den Bauern übergeben.

1968

Die Kanalisation und die Kläranlage werden fertiggestellt. Jedes Grundstück erhält auf Wunsch und gegen Bezahlung einer Gebühr einen Anschluss.

Der Sportplatz wird an seinem heutigen Standort als Ascheplatz fertiggestellt.

1969

Nach einer Verwaltungsreform wurden die eigenständigen Gemeinden Obergondershausen und Niedergondershausen zusammengelegt und somit die neue Gemeinde Gondershausen gegründet.

1973

Gondershausen erhält die offizielle Anerkennung als Erholungsort.

Die Kreismülldeponie Gondershausen wird eröffnet.

1974

Neubau eines Kindergartens in Gondershausen gegenüber der Pfarrkirche.

1983

Die Gunthershalle (Mehrzweckhalle) wird fertiggestellt und feierlich eröffnet.

1997

Die Gemeinde feiert ihr 1100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Neben den offiziellen Feierlichkeiten im Festzelt am Spielplatz zur alten Post fand im Bereich Hübelstraße/Kirchweg ein großer Bauernmarkt statt. Die Feier zog Gäste aus nah und fern an und das Medienecho war groß. Der SWR drehte einen eigenen Film rund um die Feierlichkeiten.

2001

Das Neubaugebiet "Harder Delle 1" wird geplant und die Erschließung beginnt.

2012

Gondershausen bekommt mit der Traumschleife "Rabenlay" einen Premium-Wanderweg.

2019

Der Sportplatz wird von einem Ascheplatz in einen modernen Kunstrasenplatz umgewandelt. Neben den Arbeiten der ausführenden Unternehmen wurde dabei auch viel Eigenleistung eingebracht.

2022

Das Neubaugebiet "Harder Delle 2" wird geplant und die Erschließung beginnt.

2024

Die Kindertagesstätte zum guten Hirten wird erweitert. Es werden zwei weitere Gruppenräume und mehrere Nutzräume für die Belegschaft gebaut. Der Bestandsteil der Kita wird anschließend umfassend saniert.

2025

Das neue Feuerwehrgerätehaus wird fertiggestellt. Der Bau wird mit einem großen Fest gefeiert. Das alte Gerätehuas geht in den Besitz der Ortsgemeinde über.