Die Traumschleifen sind Rundwanderungen entlang des Saar-Hunsrück-Steiges, der auf 410 Kilometern von Perl/Mosel über Idar-Oberstein nach Boppard oder Trier verläuft. Die Traumschleife Rabenlay besticht im ersten Teil durch Fernsichten bis weit in die Eifel. Danach beeindruckt das enge Kerbtal des Baybachs mit seinen Felsen. Man wandert hinauf zum Felsen der Rabenlay. Hier dominiert nochmals der Ausblick über den Hunsrück, übers Moseltal und bis in die Eifel.
Von der Gunthershalle in Gondershausen führt ein kurzer Zuweg zur Traumschleife Rabenlay. Auf einem schmalen Pfad wandert man zuerst durch den Wald, bevor man die ersten weiten Aussichten über die Hunsrückhöhen genießen kann. Am Rastplatz Eifelblick sieht man die Hohe Acht und die Nürburg in der Eifel deutlich.
Mit diesen Ausblicken geht es weiter entlang von Streuobstwiesen und Wäldern, bis man das Biotop am Sonnenhof erreicht. Dort kann man auch die ersten Aussichten über das Baybachtal genießen, welches das nächste Ziel ist. Bald geht man in den Wald und wandert hinab in den “Canyon des Hunsrücks”. Kirchturmhohe Felsen säumen jetzt den Weg. Es empfiehlt sich eine kleine Rast an der Ruine der Weins-Antone-Mühle, denn gleich geht es wieder bergauf auf den Felsen, der der Traumschleife den Namen gab. Oben ist man vielleicht außer Atem, aber die tollen Ausblicke vom Felsmassiv entschädigen für die Anstrengungen. Man gönnt sich eine kurze Rast auf der Sinnesbank.
Man verlässt diesen herrlichen Platz und wandert zuerst durch Wald, dann über Feld- und Wiesenwege bis der nächste Rastplatz an einem kleinen Wäldchen erreicht wird. Recht unscheinbar sieht diese Bauminsel aus, doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass hier einige Erdbewegungen stattfanden. Hier wurde bis Ende des ersten Weltkrieges Eisenerz im Tagebau gewonnen.
Vorbei an Pferdekoppeln geht es talabwärts, bevor man zum Ginsterberg hochsteigt. Am Neubaugebiet wählt man eine interessante Wegealternative über den Lärmschutzwall, der tolle Blicke über den Ort bis zu den Tälern von Baybach und Ehrbach ermöglicht. Direkt dahinter passiert man den Besembennerkreisel, der die Gondershausener Tradition des Bindens von Reiserbesen symbolisiert.
Der Weg führt weiter zum Aussichtspunkt Steinkaul, wo man den Rhein-Mosel-Dreieck-Blick genießt. Von der Steinkaul sind es nur 600 Meter bis zum Waldsee, einem herrlichen Biotop, das zur Rast einlädt. Frisch gestärkt geht es zur letzten Etappe der Wanderung. Kurz vor dem Zielpunkt findet man im Wald einen Ort der Besinnung, die sehr gepflegte Schönstattkapelle. Über einen schmalen Waldpfad geht man anschließend zum Ausgangspunkt zurück. Im Landgasthaus Hotel zur Post in Gondershausen besteht die Möglichkeit zur Einkehr mit Biergarten, gut bürgerlichem Essen und einer schönen Spielgolf-Anlage.
Steile Abstiege, steile Aufstiege, schroffe, mächtige Felsformationen und atemraubende Einblicke in scheinbar unberührte Natur im wildromantischen Baybachtal – dem Canyon des Hunsrücks. Die Durchquerung der tief in den Hunsrückschiefer eingeschnittenen Baybachklamm ist ein besonderes Naturerlebnis über schmale Pfade, vorbei an Wasser, Mühlen und Felsen, Wasser. An einigen Stellen helfen Seilsicherungen den Weg zu meistern.
Von Emmelshausen geht es durch das Baybachtal nach Morshausen. Unterwegs geht es über die schönsten Teilstrecken von 4 Traumschleifen (Oberes Baybachtal, Rabenlay, Baybachklamm, Murscher Eselsche) und die Etappe 22 des Saar-Hunsrück-Steiges.
Von der Tourist-Info Hunsrück-Mittelrhein im ZAP gelangt man entlang des Heilbrünnchens über die Traumschleife Oberes Baybachtal ins Tal, das man an der Striedersmühle erreicht. Ursprünglich säumten 32 Mühlen das Ufer des Baybachs; bewirtschaftet ist heute nur noch die Striedersmühle und die Schmausemühle, die man nach etwa 2,5 Std abwechslungsreicher Wanderung durch klammartige Passagen erreicht. Vor und hinter der Schmausemühle geht es über die Traumschleifen Rabenlay und Baybachklamm, wo der Bach sich zwischen den Felsen durchzwängt, vorbei an Stolleneingängen ehemaliger Dachschiefergruben, später durch Seile gesichert über Felsklippen bis sich das Tal etwas öffnet.
Die Traumschleife Murscher Eselsche führt dann mit herrlichen Fernblicken hoch nach Morshausen. Allternativ kann man die Baybach bis nach Burgen bewandern, wo sie in der Mosel mündet. Eine Nahverkersanbindung bringt sie zurück nach Gondershausen oder Emmelshausen.
Die einzigartige Tour, deren Höhepunkt das Durchwandern der Ehrbachklamm darstellt, wo man auf Tuchfühlung mit Fels und Wasser geht und dem Rauschen des Baches lauscht, führt auch über Hangkanten und durch die Stille der Buchenwäler und verzaubert durch Ausblicke auf die Hunsrückhöhen.
Die Traumschleife Ehrbachklamm wurde durch das Deutsche Wanderinstitut mit 99 Erlebnispunkten bewertet. Es gibt keinen Verkehrslärm - dominant in der Stille des Waldes ist nur das Rauschen des Ehrbachs, das besonders auf der hochstehenden Peterslay mit Blick auf die Rauschenburg aus der Tiefe der Klamm nach oben quillt. Probieren Sie das Waldecho bei Hübingen aus! Das Schäferbrünnchen am Winkelholz soll beim Trinken die Liebe stärken. Schon im frühen Mittelalter ist das Ehrbachtal als Seitental zur Mosel und Verbindung zu Boppard am Rhein als strategisch günstige und attraktive Lage erkannt worden. Heute ist es das Traumziel für Wanderer.
Um die Schönheiten der Ehrbachklamm sowie das Plätschern und die Wasserfälle des Baches am besten erleben zu können, muss man die Traumschleife gegen den Strom und somit gegen den Uhrzeigersinn wandern. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Eine Einkehr ist ab Mai 2026 in der Eckmühle, direkt am westlichen Eingang zur Ehrbachklamm, möglich.
Die Region zwischen Koblenz, Bingen am Rhein und Cochem an der Mosel zählt zu den schönsten Wandergebieten Deutschlands.
Entlang des Rheins führt der bekannte Rheinsteig über schmale Pfade, steile Weinberge und spektakuläre Aussichtspunkte. Highlights sind die Passage durch das Mittelrheintal sowie Ausblicke auf Burgen wie Burg Katz und den sagenumwobenen Loreley-Felsen.
Auch entlang der Mosel bieten sich abwechslungsreiche Touren an, etwa auf dem Moselsteig zwischen Koblenz und Cochem. Die Route verläuft durch idyllische Weinlandschaften, vorbei an steilen Schieferhängen und charmanten Winzerdörfern. Besonders reizvoll sind die Etappen rund um die Reichsburg Cochem, die eindrucksvoll über der Mosel thront.
Beide Regionen verbinden Natur, Kultur und Genuss und bieten Wanderern vielfältige Möglichkeiten - von entspannten Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Etappen.